Im schönen Österreich sind am 1. Oktober die Nationalratswahlen, d.h. die Wahl des Bundesparlaments. Ich habe die Vorgänge in Österreich seit meinem Wegzug von der österreichisch-bayerischen Grenze etwas aus den Augen verloren, aber die anstehenden Wahlen haben mich auf das “Land der Berge” wieder aufmerksam gemacht.
Groß war ja die Aufregung als die FPÖ Regierungsmacht übernahm. Diese Aufregung hat sich bekanntlich mehr als gelegt und die FPÖ in der Regierung heißt heute Bündniss Zukunft Österreich — eine neue orange-farbige Partei, der auch der Haider Jörg angehört. Den rechten Rand teilen sich seitdem die BZÖ und die Partei mit dem F im Namen. Diese wird von einem Herrn Strache, vom Aussehen schleimiger Vertreter-Typ und dem Haider nicht unähnlich, angeführt. Er verbreitet seine fremdenfeindlich-populistischen Statements in einem lächerlichen Rap (via torsun, dort gibt es auch einen Link auf den Wahl-Song; vor dem Anhören sei allerdings der gewarnt, der nicht eine gewisse Ekel-Resistenz besitzt) und macht wohl auch sonst eine gute Figur.
Ein Blick auf die FPÖ-Seite (www.fpoe.at) zeigt dann das ganze Ausmaß: Natürlich fordert die FPÖ einen sofortigen Zuwanderungsstopp und beklagt die angebliche Diskriminierung der (Ur-)Österreicher wie es sich für eine rechtsradikale Partei gehört. Nicht einer gewissen Komik entbehrt dabei die Umdeutung des Kürzels BZÖ in “Bevorzugung für Zuwanderer in Österreich”. Den Vogel haut aber ein Bild raus, das mit “Lebenslang für Kindesmissbrauch” unterschrieben ist: Es zeigt zwei schwarze Hände die Gitterstangen (einer gedachten Gefängniszelle) umklammern. Ein Kommentar erübrigt sich.
Aber auch die Kollegen vom BZÖ sind nicht übel. So will der BZÖ Vorsitzende Westenthaler bisher wohl nicht einsehen, dass er einem “Schmäh” aufgesesen ist: Der Behauptung nämlich, dass der österreichische Alpenverein und der Wiener SPÖ-Gemeinderatsabgeordneten Omar Al-Rawi planten, das Gipfelkreuz durch den islamischen Halbmond zu ersetzen (kurier.at).
Update:
Ich habe den Link zur FPÖ rausgenommen, da wir eigentlich nicht zu solchen Seiten verlinken wollen. Laut Wikipedia wurde der unsägliche Wahlsong im Pop-Sender des ORF, dem ö3, schon mehrmals gespielt. Man muss sich diesen Schrott natürlich auch nicht anhören. Gerade weil die FPÖ Werbung mit der Anzahl der Downloads macht ist das eigentlich nicht zu empfehlen.