alternativen zu google?

August 17, 2006

Nachdem ich heute morgen via riesenmaschine auf diese Zukunfstprognose

“In a few years you’ll be driving your google to the google to buy some google for your google.”

gestossen bin, habe ich mir gedacht, es wird Zeit eine neue Suchmaschine zu finden. Außerdem will ich endlich damit aufhören das Wort googlen oder googeln synonym für “im internet nach irgendwelchem kram suchen” zu benutzen.

Ich bin jetzt nach kurzer Suche, nachdem ich also nochmals google benutzt habe, auf ask.com gestoßen. Eine Suchmaschine, die von der Aufmachung google irgendwie verdammt ähnelt, aber ansonsten einen ganz guten Eindruck macht. Vielleicht steckt google ja auch dahinter? Wie auch immer, wenn irgendjemand eine gute Suchmaschine kennt, am besten auch eine Alternative zu scholar.google, bitte mitteilen!


ratzinger und die “logik des herzens”

August 13, 2006

Ex-Kardinal Ratzinger gab einigen Nasen deutscher Rundfunkanstalten ein Interview:

“Aber wenn man nur Know-How weitergibt, nur beibringt, wie man Maschinen macht und mit ihnen umgeht, und wie man Verhütungsmittel anwendet, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass am Schluss Krieg herauskommt und AIDS-Epidemien. Sondern wir brauchen zwei Dimensionen, es muss die Bildung des Herzens, wenn ich s so sagen darf, mit dazukommen, durch die der Mensch Maßstäbe gewinnt und dann auch seine Technik richtig gebrauchen lernt. Und das ist es, was wir zu tun versuchen.” Aha, alles klar.

Zumindest einer der Journalisten hatte scheinbar das Bedürfnis Ratzinger die ganze Zeit mit “Heiliger Vater” anzusprechen.

Das komplette Interview gibt es hier, ich habs nicht ganz gelesen.


Richtige, also ganz echte Gedanken…

July 17, 2006

Guten Tag. Ich heiße Eudora Kuchenbruch und bin fernsehsüchtig. Das kann ich echt ganz offen sagen. Jetzt. Nach so vielen Jahren.

Heute wollte ich mir mal einen fernsehfreien Frühabend verschaffen und kam da auf eine List:

In unserer Wohnung gibt es eine völlig zugemüllte Kammer, in der seit Wochen kein Durchkommen mehr ist. Damit ich mich nach der Arbeit nicht sofort vor die Glotze haue und alle nur erdenklichen gehirnerweichenden amerikanischen Serien und, in den Werbepausen, blödsinnigen Reality-Renovier-Shows antue, solange, bis um viertel nach acht das Abendprogramm anfängt, habe ich den Antennenstecker in dieses Chaos reingeworfen, bevor ich morgens das Haus verließ. Nach dem Abendessen, so habe ich mir ausgemalt, räume ich dahinten auf, finde den Stecker und kann dann den arte-Abendfilm mit einem guten Glas Wein und einen Stück lang gelagertem Käse so richtig zelebrieren. So ganz stilvoll eben.

Gedacht. Getan.

Ich habe aufgeräumt, habe eine noch volle Packung Lavazza-Kaffee gefunden (welche FREUDE!) und kam endlich dazu, meine Fahrradbeleuchtung aus der Werkzeugkiste (in der sich eigentlich nur Schrauben, Schuhputzzeug, eine Zange zum Anbringen von Druckknöpfen und eine Malerrolle befinden – den Hammer bewahre ich grundsätzlich irgendwo auf, wo man auch an ihn ran kommt – der Name „Werkzeugkiste“ also eher übertrieben anmutet) raus zu holen und damit, also mit der mobilen Fahrradlampe, alle Ecken und jeden erdenklichen Winkel der Kammer zu durchleuchten, um den vermaledeiten Stecker zu finden. Tja, also, der blieb verschwunden. Untergegangen im Nichts der zusammengeknüllten Jutetaschen. Oder vielleicht doch in einer der vielen Tüten mit dem Leergut des letzten Jahres. Oder im Gehäuse des alten Computers, der jetzt dahinten neben dem anderen alten Computer steht, versunken im gemeinsamen Traum von einem neuen Netzteil, um vielleicht als „Testrechner“ des Herrn Kuchenbruchs wieder aufzuerstehen. Welch berührende Eintracht!

Oliven habe ich auch noch gefunden. Ein ganzes und zum Glück noch unangebrochenes Glas (anders wäre es ja auch wirklich ekelig!). Das Abendessen für morgen ist gesichert. Wieder mit derselben uralten DVD, die ich auswendig kenne und die mir nicht jenen stumpfsinnigen Genuss bereitet, wie das Vorabendprogramm auf RTL und Vox. Wie soll ich das nur aushalten. Jetzt werde ich womöglich anfangen richtig zu denken, also so richtig mir Gedanken zu machen, richtig echte Gedanken so im Kopf, so über richtige Dinge. Wo das nur wieder hinführt.


July 17, 2006

Das Lesen diverser Foren (Spiegel, Netzzeitung etc.) zum Thema Israel und Libanon bereitet mir wirklich Übelkeit.


grabinschriften

June 18, 2006

David Hilbert (* 23. Januar 1862, † 14. Februar 1943), einer der großen Mathematiker des 20. Jahrhunderts:

"Wir müssen wissen, wir werden wissen."

Ludwig Boltzmann (* 20. Februar 1844 , † 5. September 1906), Begründer der Statistischen Mechanik:

"S = k log W"

 

Ein ganz guter Artikel zu Hilbert.

 

Nachtrag:

Hilberts Grabstein in Göttingen.

Boltzmanns Grab auf dem Zentralfriedhof Wien.


formal gelöst

June 15, 2006

Wie kann man nur ein ganzes Buch mit formalen Lösungen der Diffusionsgleichung vollschmieren und kein Wort über deren Unbrauchbarkeit verlieren?


israel, ein teil von europa?

June 11, 2006

Was geographisch sicher nicht stimmt, gilt einer Kolumne von Jonathan S. Tobin in der Internet-Ausgabe der Jerusalem Post zur Folge zumindest für den Fußball:

"ONE SPECIFICALLY Jewish reason to ignore the World Cup is the way international soccer treats the State of Israel. Though Israelis are as fanatically interested in the outcome of this tournament as any other non-American population, the federation that governs the cup is as anti-Zionist as the United Nations.

The composition of the 32-team tournament varies every four years, based on a competition in which national teams contend against others in their region for the precious cup berths.

But the Israelis never get in because they are not allowed to compete against other teams in the Middle East. Arab nations won't play them. But rather than disqualify the Arab teams via forfeit, the lords of soccer force the Israelis to compete in the European section of the draw, where they are invariably outgunned by the great soccer powers of France, Italy, Spain and Germany."

Das dem so ist kann man auch im Wikipedia-Artikel über die israelische Fussballnationalmannschaft nachlesen.

Die FIFA ist mir jetzt noch unsympathischer und das, obwohl ich gestern den Schilderungen der Vorgänge um das Titanic "Bestechungsfax" durch Secretary TDES, Martin Sonneborn, folgen durfte.

Die gesamte Kolumne kann man hier lesen: "View from America: I don't care about the World Cup" .


kraftwerk

June 9, 2006

sind wirklich die Elektro-Pop-Pioniere: Musique Non Stop und We Are The Robots kann man (erstaunlicherweise) bei YouTube bewundern. Das Interview mit einem der Kraftwerker, Florian Schneider, ist dann ähnlich minimalistisch. Die brasilianische Reporterin braucht allerdings ungefähr das 20-fache an Wörtern um seine Antworten ins Portugiesische zu übersetzen. Schade, dass ich dieser Sprache nicht mächtig bin.

Im Zusammenhang mit Kraftwerk sollte natürlich der Link zur (etwas sehr grellen) Seite von Stockhausen nicht fehlen. Er gilt als einer der ersten, die elektronische Klangerzeugung in die Musik eingebracht haben, und Kraftwerk hatten wohl persönlichen Kontakt zu ihm.

Nachtrag: Ich habe die Website von Kraftwerk vergessen, obwohl die wirklich Spass macht.


tanks god there is music (or how to escape)

June 6, 2006

Ich weiß zwar nicht welchem Gott ich da danke, das ist als Atheist genauso wie mit dem süddeutschen "Grüß Gott", das mir vor Jahren noch völlig unbeschwert über die Lippen gegangen ist. Die Musik hat aber schon etwas nicht so ganz alltägliches, ja reißt einen aus dem ganzen Alltags-Irrsinn geradezu heraus, denn gerade bin ich etwas gebeutelt, wusste nicht so genau, wo mir der Kopf steht. Kopfhörer auf (der Kopf ist doch noch da wo er auch normalerweise sitzt), Interpol rein, Album Antics, und laut mitgesungen; jetzt geht's schon wieder besser. Erinnere mich dabei immer gerne an das erste Mal Kopf-Musik mit Ray Charles. Ist jetzt schon eine Ewigkeit her, ca 20 Jahre, war aber extrem beeindruckend und gefällt mir trotz der etwas zu hohen dB immer noch.

Was machen wir da eigentlich, 70-80 Jahre lang? Jeder versucht ein wenig Sinn zu produzieren, aber auf lange Zeit zerfällt das ganze sowieso wieder, auch Beethoven und Shakespeare werden irgendwann vergessen sein. Den Entropietod werden wahrscheinlich alle irgendwann sterben und dann war's das mit der Erde und der ganzen Menschheit. Vorher tyrannisieren wir uns noch ein bisschen, machen diese Welt zu einem unwirtlichen Ort, lassen Menschen an Verhältnissen zu Grunde gehen, die mit dem momentanen Mittel der Technologie beseitigt werden könnten. Hunger, dreckiges Trinkwasser, dadurch verursachter Durchfall und behandelbare Seuchen. Und immer wieder brutalste Gewalt der Menschen gegen andere Menschen, die darunter ihr Leben lang leiden müssen, wenn sie nicht an den Misshandlungen sterben oder ihr Leben durch die eigene Hand beenden. Das mag hier so klingen, als ob ich gerade meinen Weltschmerz kultiviere, aber ich muss das auch mal rausschreiben dürfen, auch wenn ich mich zu den absolut Privilegierten auf dieser Erde zählen kann. Alles, was ich hier geschrieben habe ist für Dich, geehrter Leser, nichts neues, aber auch ich stecke in der ganzen Verwertungsmaschinerie drin und die Zustände auf unserem Globus machen mich traurig und wütend. Leider fehlt mir immer noch die Theorie, wie das ganze eigentlich abrennt. Solange das der Fall ist werde ich mich weiter von Zeit zu Zeit in Eskapismus üben und die Musik wird mir dabei eine gute Hilfe sein.


seine heiligkeit versteht sich gut mit haider

May 16, 2006

Wie 3sat-kulturzeit gestern berichtete, hat der Dalai Lama am Sonntag ein Tibet-Zentrum in Kärnten eröffnet und sich dabei offenbar prächtig mit dem Jörgel-Haider verstanden. Ob er von seiner "Heiligkeit" auch einen hübschen Tibet-Schal bekommen hat, weiß ich allerdings nicht.